Spätestens
wenn ein abgerissenes Kabel am Akku oder Schalter ein Modell ungewollt auf die Erde holt,
wird der Gedanke an eine Doppelstromversorgung wach.
Doch der zweite Akku allein nützt wenig, wenn am Schalter alles
zusammengeführt wird und dann mit einem Kabel an den Empfänger geht. Außerdem würde
ein Zellenschlusss in einem Akku das ganze System außer Kraft setzen.
Professionelle Geräte sind teuer - aber mit etwas Geschick lässt sich eine
komplett redundante Doppelstromversorgung für kleines Geld realisieren.
Stückliste:
2 Akkus (800 bis 1700 mAh)
2 Kippschalter mit der Schaltfunktion
"2xUm"
Kabel (z.B. den Kabelbaum eines alten
PC-Netzteils)
2 Schottky-Dioden 5A (z.B. SB 550 [5A
50V] bei Conrad Nr. 164020-62 1,53 Euro/Stck)
3x 4mm Einbaubuchsen (schwarz, rot,
gelb)
2 Servo-Stecker-Kabel
2 Servo-Kupplungs-Kabel
1 Ferritkern
ggfs. Akku-Spannungsanzeige (z.B. von
Webra ca. 13 EUR)
Heißkleber, Sperrholzrest, 8mm-Bohrer,
Lötzeug, evtl. Schrumpfschlauch

Schaltbild (der Ferritkern um die beiden Stecker ist nicht gezeichnet)
Beschreibung
Durch die Schottky-Dioden sind die Akkus entkoppelt, d.h. ein Kurzschluss in Akku1
lässt Akku2 unberührt. Die Schalter mit "2xUm" haben Doppelkontakte -
insgesamt sind also 4(!) Schaltkontakte vorhanden. Der Akkucontroler misst am Ausgang, er
zeigt die Gesamtspannung am Empfänger an. Es gehen keine (!) Emfpängersteckplätze für
Stromversorgung oder Akkucontroler verloren, da die Stromzuführung gleichzeitig eine
Servoverlängerung ist. Die beiden Akkus werden erst am Empfäger zusammengeschaltet - der
Empfänger bekommt also aus 2 Akkus über 2 Leitungen, 2 Schalter, 2 Stecker auf 2
Steckplätzen seine Stromversorgung.
 
Bildansicht (der linke Schalter ist nur
"1xUm", die Ladebuschsen sollten besser rot, schwarz, gelb sein, weil sich die
Akkus unterscheiden lassen; nach Bedarf ist ein Vergießen mit Heißkleber möglich)
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