| Ein viel beschriebenes
Problem sind Funkstörungen im RC-Modellflug. Fakt ist jedoch, dass viele Piloten mit dem
Sender in der Hand - beide Knüppel in einer Ecke - stehen und "Störung" rufen. Allerdings sind Störungen ein Phänomen, dass systembedingt auftritt.
Meistens sind Störungen jedoch beherrschbar und führen nicht zum Absturz.
Was sollte man tun?
Sorgfältig die Anlage einbauen und bei laufendem (!)
Motor einen Reichweitentest durchführen - gerade auch im Elektroflug. Bestimmte Regler
und ACT-Scan-Empfänger haben bei uns zu reproduzierbaren Ausfällen geführt.
Ein interessantes Pänomen haben wir auch beobachtet:
Ein (!) Servo spielt völlig verrückt - es dreht bis zum mechanisches Anschlag. Hier
wurden wir bislang immer fündig beim Kerzenstecker eines eingebauten Bezinmotors.
Entwerder war das Kabel lose oder der Stecker irgendwie defekt.
Wenn Störungen auftreten, nicht wild knüppeln und
fluchen. Einfach den Sender und damit die Antenne drehen und ein oder zwei Schritte die
Position verändern. Das hilft fast immer. Man kennt den Effekt vom Autoradio an der
Ampel. Ein Meter Positionsveränderung und der Empfang ist wieder klar.
Die Funkwellen sollten in mehreren Ebenen auf die
Epfängerantenne treffen können. Also ist das schnurgerade Verlegen im Rumpf in einer
Bowdenzughülle nicht die beste Lösung.
Gute Erfahrungen habe ich mit einer gewinkelten Anordnung gemacht. Ein ca. 30 cm
langes Röhrchen steht unter der Fläche (Hoch-/Mitteldecker) seitlich aus dem Rumpf.
Dadurch wird die Antenne gefädelt und dann nach hinten gespannt oder einfach hängen
gelassen. Wenn der Rumpf hoch genug ist (Z.B. TC-Piper), kann man auch vom Empfänger nach
oben - zur Seite - nach hinten verlegen. Damit hat man drei Raumachsen abgedeckt und eine
ungünstige Lage der Antenne im Modell zur Antenne am Sender ist praktisch ausgeschlossen.
Das Röhrchen kann auch einschiebbar ausgeführt werden.
Nachtrag: Wenn möglich, kann das Röhrchen natürlich auch oben aus
dem Rumpf geführt werden. Das Sieht dann aber wieder mehr nach "Modell" aus.
Man sollte außerdem bei der Montage die Seite des Modells wählen, die bei der Landung
dem Piloten zugewandt ist. Andersherum geht es auch aber wenn man die Wahl hat.. ein
"Zucker im Servo" ist in Bodennähe vielleicht schon kritisch.
Nachtrag: Die Stabantenne ist natürlich die
beste Antenne für unsere Zwecke. Erfordert aber ein Zerschneiden der herstellerseitigen
Antenne und eben auch den Bau und Einbau der Stabantenne. Dazu folgt noch eine
Bauanleitung
HF-Techniker mögen mich schelten - ich habe mit
dieser Anordnung beste Erfahrungen gemacht. Empfehlen kann ich auch das
"Empfänger-ABC" [http://www.acteurope.de]
--> Download

Bild 1: Antennenröhrchen ausgezogen in TC-Piper. Der Empfänger ist unten im
Schaumgummiblock.

Bild 2: Antennenröhrchen eingeschoben. Das herunter hängende Ende außen wird vom
Fahrtwind nach hinten gezogen.
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